Navigationsmenüs (Akademie der Unfallchirurgie GmbH)

AUC als Konsortialpartner in Studie zur Verbesserung der Osteoporose-Therapie

15.01.2019

In dem vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) mit 3,2 Millionen Euro geförderten Projekt „FLS-Care“ wird die AUC als einer der Konsortialpartner sowohl die Schulung des medizinischen Fachpersonals übernehmen, als auch maßgeblich bei der Gestaltung des Studienprotokolls mitwirken.

Die Studie „FLS-Care“ (Fracture Liaison Services) untersucht den Benefit von Osteoporose-Patienten, die nach dem stationären Aufenthalt im Rahmen einer weiterführenden Osteoporose-Therapie durch ein Netzwerk aus Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten ambulant betreut werden. Hier wird die AUC für die Schulung des eingebundenen medizinischen Fachpersonals verantwortlich sein und sowohl die Schulungsinhalte und -materialien gestalten, als auch die Schulung der im Projekt involvierten Pflegekräfte und niedergelassenen Ärzte übernehmen. Weiterhin wird die AUC mit ihrem umfangreichen Knowhow in Sachen medizinische Register wesentlich zur Gestaltung und Strukturierung des Studienprotokolls beitragen.

Kostensenkung durch Nachsorge

In Deutschland kommt es zu über 700.000 Osteoporose-assoziierten Knochenbrüchen pro Jahr, wobei die Behandlungs- und Folgekosten die 9 Milliarden Grenze überschreiten. Die Teilnahme an einer weiterführenden Osteoporose-Therapie könnte 30 bis 80 Prozent der Folgefrakturen verhindern und somit nicht nur die Sterblichkeit verringern, sondern auch zu einer höheren Lebensqualität für die betroffenen Patienten beitragen sowie die Kosten im Gesundheitswesen senken. Sollten sich die positiven Auswirkungen der sektorenübergreifenden Nachsorge bei Osteoporose bestätigen, könnte diese neue Versorgungsform künftig in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Internationale Studien konnten bereits belegen, dass durch ein FLS-Versorgungsmodell Folgefrakturen vermieden und die Sterblichkeit verringert werden konnte.

„FLS-Care“ wurde unter der Führung von Prof. Dr. med. Wolfgang Böcker und Prof. Dr. med. Christian Kammerlander von der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Klinikums der Universität München (LMU) beim Gemeinsamen Bundesausschuss beantragt. Konsortialpartner sind die AUC-Akademie der Unfallchirurgie GmbH, die PVM Versorgungsmanagement GmbH, der Fachbereich Health Services Management der LMU München sowie Vertreter gesetzlicher Krankenkassen (TK, DAK-Gesundheit, IKK classic, AOK Bayern).

Die 4-jährige Studie beginnt im Oktober 2019. In 18 bayerischen Kliniken sollen insgesamt 1.200 Patienten mit Osteoporose-bedingter hüftgelenksnaher Oberschenkelfraktur eingeschlossen werden.